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Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers Struthof durch die Klassen FW 11.2, FW 11 T, BK 11

 

Im Rahmen des Projektes „Vielfalt tut gut“ in Zusammenarbeit mit den Projektpartnern CEB Merzig und Dritte Welt besuchten die Klassen FW 11.2, FW 11 T und BK 11 am 16. Juni 2009 mit ihren Fachlehrern das ca. 50 km südwestlich von Straßburg in den Vogesen gelegene KZ Natzweiler-Struthof.

 

Dieses Lager bestand ursprünglich aus 17 terrassenförmig am Berghang angeordneten Baracken, von denen heute noch vier erhalten sind. Einst sollten dort 1.500 Häftlinge untergebracht werden, doch im Jahr 1944 war es mit ca. 8.000 Häftlingen belegt. Daran kann man unter anderem die unmenschlichen Bedingungen erkennen, unter denen die Gefangenen leiden mussten. Daneben verdeutlichen die medizinische Abteilung mit dem Sezierraum, das Krematorium, die Lagerküche und eine Häftlingsbaracke diese furchtbaren, grausamen und unmenschlichen Verhältnisse, unter denen die Häftlinge zu leiden hatten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von den über 52.000 Häftlingen, die von 1940-1944 in diesem Arbeitslager inhaftiert waren, wurden fast 26.000 umgebracht. An den Besuch des Lagers sich anschließende Gespräche mit den Schülern zeigten ihre tiefe Betroffenheit und ihr Unverständnis, wie solche Grausamkeiten überhaupt möglich waren.

 

Hierzu einige Schüleräußerungen:

 

  • ...ich fand das Krematorium am schlimmsten, besonders die Tatsache, dass dort eine Frau bei lebendigem Leib verbrannt wurde.
  • ...ich kann mir nicht vorstellen, wie Menschen anderen Menschen solches Leid antun können.
  • ...mich schockierte eine Todesurkunde. Danach soll ein junger Jude an einem Hundebiss gestorben sein… es musste doch jemand gemerkt haben.
  • ...auch nach so langer Zeit sah man an ein paar Stellen in der Leichenkammer das Blut von Gefangenen…
  • Was mich am meisten betroffen hat, war diese wirklich wunderschöne Aussicht. Diese Leute waren gefangen, mussten hart arbeiten, bekamen nichts zu essen und träumten  bei so einer Aussicht von der Freiheit.
  • ...der Gesang einer jüdischen Gruppe und ein weinender Junge, der dabei stand, machten mich tief betroffen.

Der Tag im KZ Natzweiler–Struthof wurde so für die Schüler zu einem unvergesslichen Erlebnis, das ihnen deutlich machte, wie wichtig Regeln des friedlichen und demokratischen Zusammenlebens und Werte wie Vielfalt und Toleranz in unserer Gesellschaft sind.

 

 

 

 

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