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Adolf Burger zu Gast im BBZ Hochwald
Am Dienstag, dem 27.11.07 besuchte Adolf Burger, geb. 1917 in Hunsdorf (Slowakei)um das BBZ Hochwald in Nunkirchen, um dort die Schüler und Schülerinnen der Sozialpflegeschule unermüdlich – trotz seiner 90 Jahre – über seine jahrelangen KZ Aufenthalte aufzuklären.
Im Jahre 1932 verhaftet, brachte man ihn in das KZ Birkenau. Da er unter 40 und gesund war, wurde er nicht vergast, sondern zu knochenharter Arbeit verurteilt. Seine Frau sah er an der Stelle, wo sie getrennt wurden, das letzte Mal. Er arbeitete mehr als anderthalb Jahre als Häftling Nummer 64401 im KZ Birkenau. Als er eines Tages nicht mehr mit „Häftling Nummer 64401“ angesprochen wurde, sondern mit „Herr Burger“, kam ihm alles sehr merkwürdig vor. Er sollte als Drucker in Berlin arbeiten. Und so sollte es sein, aber nicht als freier Bürger, der ehrliche Arbeit machte, sondern im KZ Sachsenhausen als Geldfälscher. Ihm war klar, dass er sterben würde, denn er war ein Geheimnisträger. Jeder der krank wurde, wurde erschossen.
Als er 1945 nach jahrelanger KZ-Haft von den Amerikanern und von den Russen befreit wurde, schwieg er 25 Jahre lang, bis er durch ein Flugblatt aufmerksam wurde und nicht länger schweigen konnte. Zu dieser Thematik hat er auch ein Buch veröffentlicht mit dem Titel „Des Teufels Werkstatt“.
Im Nachhinein hat seine Arbeit ihm das Leben gerettet, sonst hätte er die KZ Zeit in Birkenau nicht überlebt. Den Jugendlichen macht er jedoch klar, dass sie keine Schuldgefühle haben dürfen. Sie können ja schließlich nichts dafür. Sie sollen nur nicht zu Neonazis werden, denn wenn sie zu Neonazis werden, werden sie früher oder später zu Mördern.
Heute lebt er in Prag. Er fragte sich oft, warum er überlebt habe. Seine Antwort darauf: „Als Zeitzeuge der Nazizeit.“
Autorin: Anna Hassel, H10.1
Aktuelle Ergänzung: "Oscar für den Film "Die Fälscher", der auf der Lebensgeschichte von Adolf Burger basiert. (Bericht)
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