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Gelebte Nachbarschaft: Alt trifft Jung Altenheim St. Sebastian Nunkirchen zu Besuch beim BBZ Hochwald Es ist schon Tradition am BBZ Hochwald in Wadern-Nunkirchen, jährlich ein Projekt im Berufsgrundschuljahr Hauswirtschaft-Sozialpflege in Zusammenarbeit mit dem benachbarten Altenheim St.Sebastian durchzuführen. Während in den vergangenen Jahren die Schülerinnen und Schüler im Altenheim aktiv waren, hatte OStR Mechthild Birke in diesem Jahr etwas Neues vorgeschlagen: eine Einladung der Senioren in die Schule. Bei schulischen Veranstaltungen außerhalb der Unterrichtszeit sind sie zwar immer gern gesehene Gäste, aber diesmal sollte es eine Einladung während der Unterrichtszeit sein. Darauf bereiteten sich Schülerinnen und Schüler gewissenhaft vor. Schließlich wollte man nicht nur, dass sich die Senioren in der Schule wohl fühlten, sondern es sollte für alle eine interessante Zeit werden. Im Unterricht beschäftigte sich die Klasse mit dem Thema Alter, es wurden Fragen und Gesprächsthemen ausgearbeitet, ein Zeitplan aufgestellt, Kuchen gebacken und die Halle, in der sonst Klassenarbeiten geschrieben oder Vorträge gehalten werden, in ein Cafe umgewandelt.
Den Auftakt bildete ein kurzer gemeinsamer Spaziergang vom Altenheim zum BBZ, zu dem die Schülerinnen und Schüler ihre Gäste abholten. Schon hierbei zeigte sich, dass die meisten Schülerinnen und Schüler für den angestrebten Pflegeberuf durchaus geeignet sind. Für das gemeinsame zweite Frühstück bei Kaffee und Kuchen nahm Jung und Alt bunt gemischt an den frühlingshaft gedeckten Tischen Platz. Der Schulleiter, StD Barbian, begrüßte die Gäste aus der Nachbarschaft, die in Begleitung der Leiterin des Altenheims St. Sebastian, Frau Sonja Schmitz, gekommen waren. Es machte offensichtlich allen Spaß, Neues zu hören und von vergangenen Zeiten zu reden. Danach ging es auf eine individuelle Besichtigungstour durch die Schule, die zumindest einer der Gäste noch aus eigener Anschauung kannte. Neben Klassenräumen und Foyer waren vor allem Werkstätten, Küche und Handarbeitsraum von Interesse. Die technischen Möglichkeiten, die in der Schule heute geboten werden, sorgten für Erstaunen. Als es zur Pause klingelte, befanden sich die Senioren mit ihren Begleiterinnen und Begleitern noch auf dem Schulhof. Es war ein seltenes Bild, Alt und Jung so ungezwungen und fröhlich zusammen zu sehen. Kleine Staus an den Gebäudeausgängen wurden von allen lächelnd hingenommen. Rücksichtnahme und Verständnis füreinander waren für alle spürbar. Auf dem Rückweg zum Altenwohnheim hörten die Schülerinnen und Schüler viele Worte des Dankes und der Anerkennung. Es war anstrengend aber schön und es sollte wiederholt werden, so die einhellige Meinung aller Beteiligten an diesem Projekt.
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